Containerschiff auf See
Maritim und Offshore

Fährkraftstoff: von nicht messbar verschmutzt zu ISO 16/14/11

Der Kraftstoff aus dem Bunkerschiff der Reederei war so verschmutzt, dass das Labor ihn nicht messen konnte. Nach der Filtration einer Probe zeigte die unabhängige Analyse ISO 16/14/11, deutlich innerhalb der Norm und der Anforderungen des Motorenherstellers. Am Partikelzähler sank der Reinheitscode in 25 Minuten von ISO 24/23/22 auf 14/13/12.

ISO 4406, Kraftstoff wie an das Bunkerschiff geliefert (Anforderung: 18/16/13)

20/18/1216/14/11 nach Filtration
25 Minutenvon ISO 24/23/22 auf 14/13/12 am Partikelzähler
7.274 auf 434Partikel über 4 µm pro ml, gelieferter Kraftstoff vorher und gefilterte Probe nachher
KundeFährreederei (vom Hersteller nicht genannt)
Landnicht angegeben
SystemBunkerschiff zur Versorgung der Fähren der Reederei, 20-Liter-Probe gefiltert mit DX-1001-T-PT und Inline-Partikelzähler
MediumFuel Oil (Kraftstoff)

Eine Fährreederei ließ ihren Kraftstoff an zwei Stellen untersuchen: wie er vom Kraftstofflieferanten an das Bunkerschiff der Reederei geliefert wurde, und wie er vom Bunkerschiff an die Fähren weitergeliefert wurde.

Bereits der gelieferte Kraftstoff fiel durch: ISO 20/18/12 mit 7.274 Partikeln über 4 µm pro ml, während die Anforderung des Motorenherstellers für Motoren mit Common Rail und Pumpe-Düse-Einspritzung bei ISO 18/16/13 und höchstens 2.500 liegt. Der Kraftstoff aus dem eigenen Tank des Bunkerschiffs war noch schlechter. Das unabhängige Labor konnte ihn nicht messen: Die Probe war zu verschmutzt für eine aussagekräftige Partikelzählung, weil der Tank des Bunkerschiffs seine eigene Verschmutzung hinzufügte.

Ein 20-Liter-Kanister Kraftstoff aus dem Tank des Bunkerschiffs wurde an den Hersteller geschickt und mit einem DX-1001-T-PT mit Inline-Partikelzähler gefiltert. Der Zähler ging von ISO 24/23/22 zu Beginn auf 15/14/13 nach 15 Minuten und 14/13/12 nach 25 Minuten, und die Mikropatch-Proben wechselten von dunkelgrau zu weiß. Die unabhängige Laboranalyse des gefilterten Kraftstoffs ergab ISO 16/14/11 mit 434 Partikeln über 4 µm pro ml, deutlich innerhalb der Mindestnorm und der Anforderungen des Motorenherstellers.

Der Test wurde an einer Probe beim Hersteller durchgeführt, nicht als Installation an Bord. Er belegt zweierlei: dass Kraftstoff bereits bei der Lieferung außerhalb der Anforderungen liegen und anschließend durch den Tank, in dem er gelagert wird, zusätzlich verschmutzt werden kann, und dass Filtration ihn wieder innerhalb der Anforderungen bringen kann.

Die Werte vorher und nachher

MessungVorherNachher
ISO 4406, Kraftstoff wie an das Bunkerschiff geliefert (Anforderung: 18/16/13)20/18/1216/14/11 nach Filtration
Partikel über 4 µm pro ml (Anforderung: max. 2.500)7.274434
Partikel über 6 µm pro ml (Anforderung: max. 640)1.349127
Partikel über 14 µm pro ml (Anforderung: max. 80)3812
Kraftstoff aus dem eigenen Tank des Bunkerschiffszu verschmutzt für eine MessungISO 16/14/11

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