Leitstand im Maschinenraum eines Schiffes

Zentrifugenfilter: wenn beim Separator etwas ansteht

Der Zentrifugalseparator ist eine ausgereifte und von den Klassifikationsgesellschaften anerkannte Technologie, und auf vielen Schiffen ist er vorgeschrieben. Er ist jedoch teuer im Betrieb, und er erfasst nicht alles. Steht bei Ihrem Separator eine Überholung oder ein Austausch an, ist das ein guter Zeitpunkt, durchzurechnen, womit er ergänzt oder ersetzt werden sollte. Hier ist eine ehrliche Übersicht.

Was die Zentrifuge gut kann

Ein Purifier scheidet freies Wasser kontinuierlich und ohne obere Grenze ab und entfernt die schweren, groben Partikel. Für die Aufbereitung von Rückstandsbrennstoff (HFO) und für Systemöl in HFO-betriebenen Motoren schreiben die Motorenhersteller den Separatorbetrieb vor. Dort steht die Zentrifuge nicht zur Diskussion.

Was sie im Betrieb kostet

Separation erfordert Wärme und Drehzahl. Bei der Aufbereitung von Schweröl muss das Öl typischerweise auf rund 98 °C erwärmt werden, und die Trommel wird von einem Elektromotor im Dauerbetrieb angetrieben. Hinzu kommt feste, manuelle Wartung: Branchenquellen nennen eine manuelle Trommelreinigung etwa alle 500 Betriebsstunden sowie darüber hinaus planmäßige Überholungen.

Der Separator erzeugt außerdem Schlamm, der an Bord gelagert und an Land entsorgt werden muss. Bei HFO-Betrieb rechnet die Branche damit, dass 1 bis 3 % der Brennstoffmenge als Schlamm anfallen.

Was sie physikalisch nicht erfasst

Eine Zentrifuge trennt nach Dichte. Verunreinigungen, deren Dichte nahe an der des Öls liegt, bleiben daher im Öl: Ruß, Oxidationsrückstände und die Vorstufen, aus denen mit der Zeit Varnish wird. Auch die feinsten Feststoffpartikel passieren. Genau für diesen Bereich ist die Tiefenfiltration ausgelegt.

Ergänzung: Feinfilter neben dem Separator

Der Separator bleibt in Betrieb und übernimmt das freie Wasser und die groben Partikel. Ein Tiefenfilter läuft daneben im Nebenstrom und entfernt Feinpartikel, Ruß und Varnish. Die Kombination ist in der Branche gut dokumentiert und erfordert keine Änderungen an der bestehenden Anlage.

Ersatz: in manchen Systemen möglich

Für Schmieröl von Hilfsmotoren und von Motoren, die mit Destillat (MGO/MDO) betrieben werden, dokumentieren etablierte Anbieter der Kategorie heute, dass ein Feinfilter den Separator ablösen kann. Dasselbe gilt für kleinere Fahrzeuge ohne Schweröl, bei denen der Separator für die Aufgabe oft überdimensioniert ist.

Und in den Systemen, in denen Zentrifugen nie Standard waren (Stevenrohr, Querstrahlruder, Getriebe, Rudermaschine und Hydraulik), ist die Nebenstromfiltration ohnehin die übliche Wahl.

Wo Nebenstromfiltration die Zentrifuge nicht ersetzen kann

  • Brennstoffaufbereitung von HFO: Durchfluss und Schlammmengen liegen weit über dem, wofür patronenbasierte Anlagen ausgelegt sind.
  • Systemöl in HFO-betriebenen Motoren: Die Vorgaben der Motorenhersteller verlangen Separatorbetrieb, und davon abzuweichen ist eine Frage von Gewährleistung und Versicherung.
  • Ständiger, starker Wassereintrag: Eine Patrone hat eine begrenzte Wasseraufnahme und kann mit kontinuierlicher Wasserabscheidung nicht mithalten.

Trifft einer dieser Punkte auf Ihre Anlage zu, sagen wir es Ihnen, bevor wir weiterrechnen.

Ein etablierter Markt, und wo wir darin stehen

Die Feinfiltration im Nebenstrom für Schiffe ist ein etablierter Markt, und die Kategorie ist seit Jahrzehnten dokumentiert. Unser Beitrag ist Delta Xero: kompakte Anlagen mit Filtration bis 0,1 µm, bei denen die Patrone das einzige Verschleißteil ist. Ob das die richtige Wahl für Ihre Anlage ist, hängt von den Zahlen ab, und die rechnen wir gern gemeinsam mit Ihnen durch.

Sprechen wir technisch

Steht Wartung oder Austausch an, rufen Sie uns an unter76 20 80 10. Halten Sie nach Möglichkeit Systemvolumen, Betriebsstunden und Wartungskosten bereit, dann rechnen wir Ergänzung und Alternative gemeinsam durch.